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Die Verbindung zur Heimat leben

Die besondere Verbundenheit zur Heimat kann unterschiedlich zum Ausdruck gebracht werden. Eine ist das Fortführen und Pflegen von Stammtischen.

Viele Landidyll Hotels sind aus Gasthäusern entstanden und gehören seit Generationen zum Ortsleben. Bis heute treffen sich die Einheimischen am Stammtisch, werden Traditionen gelebt und gemeinsam aufrechterhalten, gefeiert, gelacht und manchmal auch sinniert.

So manche Jahreszahl auf der hölzernen Oberfläche des Stammtisches im Landidyll Hotel Zum Kreuz im Glottertal (Bild oben) ist Zeuge dessen, dass hier schon viele Menschen beisammengesessen haben.

"Früher kamen die Gäste regelmäßig vor und nach der Messe. Heute pflegen noch einige Stammtischliebhaber diesen Brauch am Sonntagabend. Zuweilen treffen sich auch jüngere Leute und Vereine im Kreuz",

verrät Inhaber Karl-Heinrich Kunz.

Man sollte den guten alten Stammtisch nicht unterschätzen. Er hatte schon immer eine sehr wichtige soziale Funktion.

Früher trafen sich dort vor allem in den ländlichen Gebieten die Honoratioren des Ortes – die Menschen, die hier etwas zu sagen hatten. Dazu gehörten Bürgermeister und Gemeinderäte, ab und zu der Pfarrer, Schullehrer, Arzt, Apotheker und die wichtigsten Bauern in der Umgebung. Man kam an dem für sie extra reservierten Tisch zusammen und besprach in einem halb öffentlichen und halb privaten Rahmen verschiedenste Probleme. Damals war es eine reine Männersache.

Heute haben die Stammtische nicht mehr diesen erlesenen Status, dass sie aber immer noch eine wichtige Funktion im Ortsleben einnehmen können, ist unbestritten. Nach wie vor aktuell sind themenbezogene Stammtische, wenn sich etwa bestimmte Berufsstände treffen oder Mitglieder eines Vereins, wenn gewisse Gemeinsamkeiten die Teilnehmer verbindet. Auf dem Land werden vor allem nach dem sonntäglichen Gottesdienst – beim Frühschoppen – lokale Neuigkeiten ausgetauscht und freundschaftliche Beziehungen gepflegt und dabei sind selbstverständlich auch Frauen jederzeit willkommen.

Ähnliche Institutionen gab es früher in den großen Städten. Dort waren es die Künstler- und Literatenstammtische in Kaffeehäusern. Während die klassischen Stammtische der etablierten Gesellschaft im Ort weniger geworden sind, gibt es einen nicht zu unterschätzenden Bereich von privaten und oft spontanen Stammtischen. Nicht selten werden solche Treffen zum Beispiel von  aktuellen und ehemaligen Kollegen in einem Unternehmen über viele Jahre gepflegt. Generell spielt die Vertrautheit, im selben Lokal von den selben bekannten Menschen betreut zu werden, eine wichtige Rolle.

Es gibt zahlreiche Landidyll Hotels, in denen Stammtische ein blühendes Eigenleben haben, sich Menschen treffen und ihre guten Beziehungen pflegen. Dass die Einheimischen das Restaurant wie ihre zweite gute Stube sehen und dort gerne einkehren, das spricht unbedingt für die Qualitäten der Landidyll Betriebe.

Im Gegensatz zu vergangenen Zeiten, kommt es oftmals zu regem Austausch zwischen der Stammtischrunde und am Ortsleben interessierten Gästen der Häuser.
 

Hans Heberlein (2.v.l.), Wirt des Hotels Zum Alten Schloss in Kleedorf im Nürnberger Land. Ein echter Traditionsbetrieb mit guter, bodenständiger regionaler Küche, der Mitglied im Verein „Heimat aufm Teller“.
„Wir sind nicht nur geographisch sondern auch kulturell in der Mitte des Dorfes.”

Der Stammtisch stirbt nicht aus

Stammtische kennt Stephanie Cordes vom Landidyll Hotel Lindenhof in Hesselbach am Rande des Rothaargebirges recht gut. Jeden Montagabend gibt es bei ihr den Skatstammtisch und dazu andere unregelmäßig stattfindende Stammtische. Besonders freut sie sich, dass die Dorfjugend noch viel vom Stammtisch hält und regelmäßig im Lindenhof einkehrt.