GONDWANA - das Praehistorium -
| Gondwana – Das Praehistorium gräbt Saurier aus | |||
Die südliche Kontinentalmasse der Erde, einst als „Gondwana“ ein zusammenhängender Großkontinent, war in der Erdgeschichte schon immer etwas Besonderes. Oft hatte dieser Großkontinent wegen seiner Isolierung eine eigenständige Entwicklung in der Tier- und Pflanzenwelt, vieles von dem, was sich auf den Kontinenten im Norden entwickelt hat, hatte seine Parallelen im Süden, völlig unabhängig voneinander entwickelt, und nur äußerlich ähnlich. Paradebeispiele finden sich bei den Säugetieren in der Periode des Tertiärs, wo in Südamerika eine eigenständige Säugetierfauna lebte, bis die schmale Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika dazu führte, dass viele „Südamerikaner“ unter den Säugetieren ausstarben. Ähnliche Entwicklungen gab es auch früher schon, bei den Dinosauriern, der Jura- und der Kreidezeit. Auch hier gab es „südamerikanische“ Parallelentwicklungen zu bekannteren nordamerikanischen Dinosaurier-Formen. Die Steppenlandschaft Patagoniens war und ist, übrigens schon zu Darwins Zeiten, ein Paradies für „Knochensucher“, ob tertiäre Säugetiere oder Dinosaurier. Auch der bisher größte bekannte Dinosaurier, der Argentinosaurus, stammt daher. Diese Gegend ist wissenschaftliche und private Heimat des Dinosaurier-Paläontologen im Team von Gondwana, Prof. Rodolfo Coria, dem Erstbeschreiber des Argentinosaurus. Seit Jahren gräbt und forscht Coria in diesem Gebiet, nun auch mit Unterstützung von Gondwana – Das Praehistorium. In einer gemeinsamen Expedition von Coria mit dem wissenschaftlichen Leiter des Praehistoriums, Dr. Andreas Braun, soll nun weiter gegraben werden, auf der Suche nach Dinosauriern der Gondwana-Südkontinente. Es gab dort nicht nur Pflanzenfresser-Riesen, wie den Argentinosaurus, sondern auch gewaltige Raubdinosaurier, den Giganotosaurus, ein „Süd-Äquivalent zum bekannten Tyrannosaurus, und viele weitere Dinosaurier-Arten. Diese Grabungen dienen dazu, ein besseres und vollständigeres Bild von den Dinosaurier-Herden zu bekommen, die in dieser Landschaft zur Kreidezeit gelebt haben.Wie groß waren die Herden der Pflanzenfresser, wodurch waren sie gefährdet und wo sind die kleineren Dinosaurier-Formen, die sicher in dieser Landschaft auch eine gewaltige ökologische Rolle gespielt haben? Wissenschaft lässt sich nur aus der aktiv betriebenen und geförderten wissenschaftlichen Forschung heraus glaubhaft und faszinierend vermitteln. Aus dieser Überzeugung heraus fördert und unterstützt das Praehistorium in Landsweiler-Reden (Saarland) die wissenschaftliche Grabungstätigkeiten seiner Paläontologen im Team, zunächst im Frühjahr 2009 mit zwei Wochen Geländearbeit im fernen Argentinien. GONDWANA – Das Praehistorium ist eine neuartige erdgeschichtliche Attraktion, eine Mischung aus Urzeitpark und naturhistorischem Bildungserlebnis. Modernste Animationstechniken und raffinierte audio-visuelle Verfahren lassen den Besucher den Lauf von 4,5 Milliarden Jahren Erdgeschichte „live“ erleben. | |||