Auszubildende des Backenköhlers messen sich bei Nachwuchswettbewerb des VSR und dominieren die vorderen Plätze
Bunter Wunderland-Tisch bezaubert Jury
In der Gesamtwertung landeten die drei jungen Damen auf den vorderen Plätzen. Chef Uwe Vosteen ist stolz.
von Martin Fitzl | Artikel NWZ Online vom 24.02.2011
Stenum - Einen Tisch zu decken ist einfach: Ein paar Teller, das notwendige Besteck, ein paar passende Gläser – fertig. Wer damit allerdings einen Preis gewinnen will, der braucht noch eine selbst gebastelte Grinsekatze, ein Schloss, aus dem Seifenblasen kommen, ein paar Hüte, Teetassen – und die passende Menükarte. 
Der Alice-im-Wunderland-Tisch von Racine Juliana Winkler wurde beim 15. Nachwuchswettbewerb für Auszubildende des Verbandes der Serviermeister, Restaurant- und Hotelfachkräfte Weser-Ems () zum besten gekürt und brachte die 21-Jährige am Ende auf Platz zwei.
Noch ein Quäntchen besser war Kollegin Sarah Christin Rohse (kreierte einen Harry-Potter-Tisch): Sie schaffte es in der Gesamtwertung dank ihres feinen Gespürs für Aromen auf Platz eins Den vierten Platz belegte May-Britt Güntner. Sie schuf einen Spongebob-Tisch. Alle drei arbeiten im in Stenum.
Tische decken war nicht die einzige Aufgabe: Die drei mussten Küchengeräte (wie spezielle Messer) erkennen, Spirituosen und Aromen „erschnuppern“ und einen so genannten Rüdesheimer Kaffee fachgerecht zubereiten (mit Zucker, Weinbrand, Feuer und Sahne), alles jeweils innerhalb von zehn Minuten. Schwierig, denn „darauf kann man sich nicht vorbereiten“, sagt Sarah.
Kreativität ist wichtig
Ansonsten sei vor allem eines wichtig: Kreativität. „Es muss halt etwas Außergewöhnliches sein“, sagt Sarah. „Ein kleines bisschen Glück muss man auch haben“, ergänzt Restaurant-Chef Uwe Vosteen. Er ist stolz auf seine Auszubildenden. „Es geht ja auch nicht mehr besser“, lacht er. Die drei Damen hätten Organisationstalent und Eigeninitiative bewiesen. Sein Restaurant sei fast jedes Jahr bei dem Wettbewerb dabei. „Im sind wir ziemlich an der Spitze“, sagt Uwe Vosteen zufrieden.
Aufgeregt waren seine drei Auszubildenden, die gegen 13 Konkurrenten angetreten waren, kaum. Das Schlimmste sei das Warten gewesen: „Man will anfangen“, sagt May-Britt. Alles sei schließlich geübt, alle Materialien stünden bereit.
Bessere Qualifikation
Sarah, Racine und May-Britt hat der Nachwuchswettbewerb Spaß gemacht. Aber auch für die spätere Bewerbung sind solche Auszeichnungen wichtig: „Das ist natürlich eine bessere Qualifikation“, sagt Racine.
